Innenstadt: Digitale Beteiligung II

Willkommen zur digitalen Beteiligung II

Wir planen als Mainzer Mobilität gemeinsam mit der Stadtverwaltung und Ihnen, den Mainzer Bürgerinnen und Bürgern, den Straßenbahnausbau der InnenstadtDie neue Straßenbahnstrecke soll vom Schillerplatz über das Höfchen in Richtung Neustadt führen und damit die historische Altstadt und die lebendige Neustadt an das Straßenbahnnetz anbinden.

Im Rahmen unserer umfassenden Bürgerbeteiligung wurde ein Interessenbeirat aus Bürgerinnen, Bürgern und Interessenvertretungen gewählt. Dieser nahm Anfang 2023 seine Arbeit auf und hat seitdem in der Zusammenarbeit mit uns bedeutende Fortschritte erzielt: Neue Streckenabschnitte wurden vorgeschlagen, neuralgische Punkte analysiert und ein Kriterienkatalog zur Bewertung von Streckenabschnitten erstellt. 

 

Ihre Stimme zählt

An dieser Stelle der Bürgerbeteiligung sind Sie erneut gefragt: Helfen Sie uns mit Ihren Anmerkungen zu bekannten und neuen Streckenabschnitten, neuralgischen Punkten und dem Kriterienkatalog die Arbeit des Interessenbeirats zu qualifizieren und abzusichern

Ihre Rückmeldungen werden gesammelt, ausgewertet und fließen in die Betrachtungen der Streckenabschnitte durch den Interessenbeirat ein. Ziel ist es, ein differenziertes Meinungsbild zu erhalten. Schließlich soll eine Vorzugsvariante ermittelt werden, die den vielfältigen Bedürfnissen und Anforderungen der Mainzer Stadtbevölkerung gerecht wird.

Damit wir Ihre Anmerkungen gezielt einarbeiten können, freuen wir uns über Ihre Hinweise zu drei Schwerpunkten:

  • Welche Hinweise haben Sie zu den neu hinzugekommenen Streckenabschnitten?
  • Gibt es Punkte, die wir bei den bereits diskutierten neuralgischen Punkten auf den bisherigen Variantenideen übersehen haben?
  • Welche Hinweise möchten Sie uns zum Kriterienkatalog des Interessenbeirats mitgeben? 

Also teilen Sie uns Ihre Vorschläge und Hinweise bis zum 11. August 2024 per E-Mail an zukunft@mainzer-mobilitaet.de mit. Alle relevanten Informationen die Sie dafür benötigen, haben wir auf dieser Seite kompakt für Sie zusammengestellt. Gemeinsam finden wir die beste Streckenvariante für ein lebenswertes und verkehrsfreundliches Mainz!

 

Neue Streckenabschnitte

Wo genau die neue Straßenbahnstrecke in der Innenstadt verlaufen wird, steht zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht fest. Zu Beginn der Planungen sind wir mit vier Variantenideen in die Bürgerbeteiligung gestartet. Ausgangspunkt bildete die Trasse aus dem im Jahr 2000 aufgestellten Flächennutzungsplan (FNP), die für den Bereich der Neustadt zu einem Untersuchungskorridor erweitert wurde. So ergaben sich folgende technisch umsetzbare Variantenideen:

 

Variantenideen Innenstadt

 

Der Interessenbeirat hat diese Variantenideen für eine einfachere Bewertung in einzelne Abschnitte ("A" bis "Ö") unterteilt und darüber hinaus zusätzliche, mögliche Abschnitte für eine Streckenführung der Straßenbahn erarbeitet. Diese neuen Streckenabschnitte wurden bisher noch nicht den Mainzerinnen und Mainzern vorgestellt  - das möchten wir nun ändern und Ihre Anmerkungen dazu einholen. 

Wie funktioniert es?

  • Schauen Sie sich die neuen bzw. modifizierten Abschnitte (gelb, pink und grün gekennzeichnet) an, die auf der nächsten Karte dargestellt sind.
  • Lesen Sie die Beschreibungstexte zu den neuen Streckenabschnitten, die direkt unterhalb der Karte zu finden sind. 
  • Senden Sie uns Ihre Hinweise zu diesen Abschnitten per E-Mail zu. Wo gibt es entlang dieser Abschnitte wichtige Aspekte, die Sie uns mitgeben möchten? Welche Orte sollten wir besonders beachten und warum?

Wir freuen uns daher sehr, wenn Sie Ihr Augenmerk besonders auf die neuen Streckenabschnitte legen. Welche Hinweise möchten Sie uns zu diesen Abschnitten mitgeben? Wo gibt es Hindernisse oder Orte, auf die wir besonders achten sollten?

 

Innenstadt: Neue Streckenabschnitte

Der dargestellte Streckenabschnitt entspricht gänzlich der Variante, die im Flächennutzungsplan (FNP) aus dem Jahr 2000 beschrieben wurde. Er ähnelt zudem der Variantenidee Hindenburgstraße. Allerdings umfasst er ab der Hindenburgstraße folgende neuen Einzelabschnitte:

  • „P“ über die Gabelsberger Straße und die Forsterstraße.
  • „Q“ über Sömmerringplatz und Sömmerringstraße bis Kreuzung Goethestraße.
  • „Y“ über Sömmerringstraße und links abbiegend die Richard-Wagner-Straße bis Kreyßigstraße.
  • Und schließlich „Ö“ weiter über die Richard-Wagner-Straße bis zum Barbarossaring (Bismarckplatz).

Der hier dargestellte Streckenabschnitt entspricht einer Modifizierung der Variante, die im Flächennutzungsplan (FNP) beschrieben wurde. Er umfasst folgende Einzelabschnitte:

  • „G“ über die Kaiser-Friedrich-Straße.
  • Weiter über den Abschnitt „L“ entlang des 117er Ehrenhof und der Forsterstraße bis zum Sömmerringplatz.
  • „Q“ über Sömmerringplatz und Sömmerringstraße bis Kreuzung Goethestraße.
  • „Y“ über Sömmerringstraße und links abbiegend die Richard-Wagner-Straße bis Kreyßigstraße.
  • Und schließlich „Ä“ über die Kreyßigstraße bis zum Kaiser-Karl-Ring.

Die hier dargestellten Streckenabschnitte bilden aus der Rheinallee neue Untervarianten und umfassen die Einzelabschnitte:

  • „B“ über Quintinsstraße links abbiegend in die Rheinstraße, über die Peter-Altmeier-Allee bis hin zur Kreuzung mit der Großen Bleiche.
  • Sowie die Abschnitte „I“ und „J“ entlang der Kaiserstraße zwischen Bauhofstraße und Rheinallee.

Dieser neue Streckenabschnitt verbindet die Wallaustraße und den Hindenburgplatz über die Adam-Karrillon-Straße und stellt damit eine Änderung der vorherigen Führung über den 117er Ehrenhof und die Kaiserstraße dar, die damit entfällt. Dieser Abschnitt ist damit die Alternative, um den Eingriff in die Grünanlage und das Denkmal 117er Ehrenhof sowie in den RaMa-Schulhof zu vermeiden.

 

 

 

Neuralgische Punkte

Einige Orte entlang der möglichen Streckenvarianten waren von besonderem Interesse für die Mainzerinnen und Mainzer. Es gab dazu vermehrte Hinweise in den bisherigen Beteiligungsformaten. Diese Orte bezeichnen wir als neuralgische Punkte. Damit können spezifische Orte wie Kreuzungen, Gebäude und Plätze oder auch ganze Streckenabschnitte gemeint sein. 

Der Interessenbeirat hat die neuralgischen Punkte im Detail diskutiert sowie Chancen und Risiken gesammeltAlle diese Daten fließen in den Kriterienkatalog zur Bewertung der Varianten mit ein. Wir möchten Ihnen diese Sammlung im Folgenden vorstellen.

Wenn Sie das Gefühl haben, dass wir neuralgische Punkte nicht berücksichtigt haben oder Ihnen an spezifischen Orten noch Chancen und Risiken fehlen, die der Interessenbeirat berücksichtigen sollte, teilen Sie uns dies gerne mit. Schreiben Sie uns einfach eine E-Mail an zukunft@mainzer-mobilitaet.de. Wir freuen uns auf Ihre Beteiligung!

 

Chancen:

  • Reduzierung Autoverkehr Kaiserstraße
  • Anbindung Schulstandorte
  • Reduktion des motorisierten Individualverkehrs zugunsten von öffentlichem Personennahverkehr und Radverkehr

Risiken:

  • Lärmbelastung
  • Sicherheit von Schülerinnen und Schülern
  • Denkmalschutz
  • Baumbestand
  • Kurvenradien
  • Einschränkungen für Lieferverkehr
  • Sicherheit für den Radverkehr
  • Sicherheit an Querungen gefährdet
  • Barrierefreier Zugang zur Schule sichern

Chancen:

  • Gute Anbindung
  • Kürzeste und schnellste Verbindung
  • Gerade Linienführung
  • Hohes Erschließungspotenzial

Risiken:

  • Aufenthaltsqualität und Nutzbarkeit der Fläche sinkt
  • Baumbestände
  • Lärmbelästigung
  • Symbolcharakter des Platzes geht verloren
  • Sicherheitsbedenken (KiTas, Jugendliche, Viele Menschen)
  • Entfernung zum Zollhafen / Rheinufer
  • Zugang für Fußgänger/-innen und Radfahrende sicherstellen

Chancen:

  • Reduzierung des motorisierten Individualverkehrs und dadurch Erweiterung der Fläche
  • Aufwertung des Platzes und dadurch Gestaltungsmöglichkeiten
  • Mehr Flächen für Gastronomie und Gewerbe
  • Weniger Schall bei Haltestellen auf dem Platz
  • Weniger Baumverlust
  • Zone für Mietfahrräder ausweisen

Risiken:

  • Sicherheitsbedenken
  • Aufenthaltsqualität gefährdet
  • Boden - Versiegelung verhindern
  • Barrierefreiheit der Haltestellen muss gewährleistet sein. Ggf. Konflikt mit sicheren Übergängen für Radfahrende
  • Sicherheit an der KiTa

​​​​​​Chancen:

  • Stark frequentiert, potenziell gute Nutzung ÖPNV
  • Erschließungslücken vermeiden und bessere Erreichbarkeit
  • Statt Aufenthaltsflächen werden Verkehrsflächen "weggenommen"

Risiken:

  • Markt müsste bei Führung durch Forsterstraße ggf. verlegt werden
  • Belastung durch Schall und Erschütterung für Anwohnende
  • Zugang für Fußgänger und Radfahrende sicherstellen (v.a. im Hinblick auf den Spielplatz)
  • Einschränkungen der Außengastronomie und Gewerbe, Lieferwege (z.B. Supermärkte) müssen beachtet und sichergestellt werden

​​​​​​Chancen:

  • Macht aus betrieblicher Sicht bei Führung über die Wallaustraße oder Rheinallee Sinn: Verbindung zum Hbf. und damit Anschluss an den Regional- und Fernverkehr
  • Zollhafen bis Bismarckplatz (mit Anschluss) gut verbunden
  • Große Verkehrsfläche, um Trasse gut unterzubringen

Risiken:

  • Viele Parkplätze fallen weg (insbesondere für Menschen mit Behinderung an Plätzen öffentlichen Interesses)
  • Baumbestand muss berücksichtigt werden
  • Ersatzflächen für wegfallende Parkplätze müssen gut genutzt werden

​​​​​​Chancen:

  • Neustadt bleibt städtebaulich als "Einheit" erhalten und wird nicht zerschnitten
  • Erschließung Zollhafen/Schulen/Rheingoldhalle/Hotels/Rheinufer (Feste, Naherholung) sowie deren Verbindung mit der Altstadt
  • Möglichkeit der Reduzierung des motorisierten Individualverkehrs
  • Weniger Emissionen wegen breitem Querschnitt (wenige Wohnungen, Lebensqualität)
  • Wenige Kurven auf der Strecke, dadurch weniger Schall und Erschütterungen
  • Park+Ride Erschließungspotenzial Mombach in der Zukunft
  • Wenig Gastronomie und Gewerbe, die nachteilig betroffen wären
  • Geringer Eingriff in den Fußverkehr, dadurch hohe Sicherheit für diesen
  • Keine Konkurrenz zu bestehenden Straßenbahnlinien
  • Wenige Grünflächen werden zerschnitten

Risiken:

  • Weniger Erschließung (durch Führung entlang des Rheins) von Zielgruppen
  • Hohe Kfz-Verkehrsbelastung, dadurch Behinderung der Bahn möglich
  • Verkehrsverlagerung in die Neustadt müsste verhindert werden
  • Zunahme des Radverkehrs erwartbar wegen Konflikten mit Fußverkehr an der Rheinpromenade.
  • Baumbestand muss berücksichtigt werden

​​​​​​Chancen:

  • Guter Kompromiss zur Erschließung der Neustadt und des Rheinufers
  • Bisher kein erschlossenes Gebiet
  • Keine Konkurrenz zu bestehenden Straßenbahnlinien
  • Großes Erschließungspotenzial von Anwohnenden
  • Relativ wenig motorisierter Individualverkehr

Risiken:

  • Stadtbild verliert an Qualität
  • Wegfall von Parkplätzen
  • Lärmbelastung für Anwohnende
  • Aufenthaltsqualität in der Straße und am Frauenlobplatz sinken

Die Streckenführung in der Altstadt durch die Ludwigsstraße, die Schöfferstraße und die Alte Universitätsstraße ist im Rahmen des Stadtratsbeschlusses von 2020 alternativlos. Daher wurden in diesem Abschnitt „Wenn… dann…“ Hypothesen formuliert. Wir bitten Sie um Hinweise zu folgender Leitfrage: Welche weiteren Ideen haben Sie, die unsere Betrachtung der Altstadt bereichern könnten? Wenn… dann ist der Straßenbahnausbau in diesem Abschnitt gut umgesetzt.

  • Wenn das Radverkehrskonzept berücksichtigt wird…
  • Wenn der Alleecharakter der Ludwigstraße zwischen Schillerplatz und Höfchen erhalten bleibt…
  • Wenn Störungen durch Feste verhindert werden durch Wendemöglichkeiten…
  • Wenn auf den Fußverkehr an der Ecke Quintinsstraße geachtet wird…

​​​​​​Chancen:

  • Liegt zentral und hat gute Erschließungswirkung
  • Querschnitt ist überwiegend breit
  • Der Abstand von Gebäuden zur Trasse ist groß
  • Relativ wenig motorisierter Individualverkehr
  • Anbindung der Synagoge
  • Weitgehend gerader Streckenverlauf, kurze Fahrtzeiten

Risiken:

  • Lärm- und Erschütterungsbelastung für Anwohnende
  • Einschränkungen für Radverkehr
  • Aufenthaltsqualität sinkt beim Goetheplatz
  • Denkmalschutz gewährleisten
  • Anbindung Zollhafen muss gewährleistet sein
  • Baumbestand muss berücksichtigt werden

Im Interessenbeirat und vorangegangenen Beteiligungsformaten wurde an der Grünen Brücke häufig das Risiko benannt, dass die Straßenbahn ohne größere Eingriffe nicht unter dem Baudenkmal entlanggeführt werden könne. Die Mainzer Mobilität hat diesen Punkt überprüft und kann zusichern, dass eine Streckenführung unter der Brücke ohne Eingriffe in das Denkmal möglich ist.

 

Kriterienkatalog

Darüber hinaus laden wir Sie ein, sich aktiv an der Überprüfung und Ergänzung des vom Interessenbeirat erstellten Kriterienkatalogs zu beteiligen. Dieser Katalog dient der Bewertung der verschiedenen Streckenabschnitte nach den benannten Kriterien und ist das entscheidende Instrument, um eine Vorzugsvariante zu finden.

Dafür möchten wir von Ihnen wissen: Welche Aspekte könnten aus Ihrer Sicht zur weiteren Verbesserung des Kriterienkatalogs beitragen? Bitte teilen Sie uns auch hier Ihre Hinweise per E-Mail an zukunft@mainzer-mobilitaet.de mit. Ihre Meinung ist wichtig, um den Katalog weiter zu verbessern und sicherzustellen, dass alle relevanten Aspekte berücksichtigt werden. Vielen Dank für Ihre Mitwirkung!

Hier können Sie den Kriterienkatalog einsehen und herunterladen:

Welche Beteiligungsschritte bereits durchgeführt wurden, finden Sie im Rückblick für die  Anbindung der Innenstadt.