Fragen? Hier gibt's Antworten
Die Mobilität der Zukunft wirft viele Fragen auf. Was ist konkret in Mainz geplant? Wie werden wir diese Ziele erreichen? Welche vorübergehenden Einschränkungen sind zu erwarten? Und vor allem: Wie können Sie selbst diese Veränderungen mitgestalten?
Auf dieser Seite haben wir die häufig gestellten Fragen (im Englischen „frequently asked questions“, kurz FAQ) für Sie zusammengestellt und beantwortet. Wir unterscheiden dabei zwischen allgemeinen Fragen zum Straßenbahnausbau in Mainz und spezifischen Fragen zu den drei Teilprojekten. Dieser Katalog wird regelmäßig aktualisiert und um neue Aspekte erweitert, die im Laufe des Prozesses auftauchen. So bleiben unsere FAQ stets auf dem neuesten Stand.
Haben Sie eine Frage, die bisher nicht beantwortet wird? Dann stellen Sie uns Ihre Frage gerne per E-Mail an zukunft@mainzer-mobilitaet.de und wir werden sie gerne beantworten.
Allgemeines FAQ zum Straßenbahnausbau
Das Mainzer Straßenbahnnetz soll ausgebaut werden, um den Herausforderungen des Klimawandels zu begegnen und die Klimaschäden zu begrenzen. Unsere Klimaziele können wir nur erreichen, wenn wir die Energiewende im Ganzen vollziehen. Ein wesentlicher Teil dieser Energiewende bildet die Verkehrswende.
Wir als Mainzer Verkehrsgesellschaft sind diese Verkehrswende. Wir sind die Antwort auf die Frage, wie wir in Mainz in Zukunft leben wollen. Gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern suchen wir lokale Lösungen für die globale Herausforderung des Klimawandels. Damit das gelingt, brauchen wir nicht nur eine kluge Planung sowie strategische und nachhaltige Investitionen in die Verkehrswende. Wir brauchen gemeinsam mit den Mainzerinnen und Mainzern auch einen langen Atem, wenn wir heute die Mobilität der Zukunft auf den Weg bringen möchten, mit all den vorübergehenden Unannehmlichkeiten von Lärm bis Stau.
In den Projekten zum Ausbau des Straßenbahnnetzes wird die abstrakte Verkehrswende hier vor Ort konkret. Und sie alle verfolgen das Ziel, den ÖPNV in Mainz noch attraktiver zu machen, sodass die Mainzerinnen und Mainzer in Zukunft bereitwillig das Auto stehen lassen und Mainz wieder zur Straßenbahnstadt wird, die ihrer Zeit voraus ist. Denn schon 1904 fuhr „die Elektrisch“ durch viele Mainzer Stadtteile und durch weite Bereiche der Innenstadt
Diese Ziele decken sich mit dem „Green City Masterplan M3“, den die Stadt Mainz seit 2018 verfolgt und dessen Ziel es ist, bis zum Jahr 2035 nahezu klimaneutral zu werden. Bis dahin sollen, im Vergleich zum Jahr 1990, 95 Prozent der klimaschädlichen Treibhausgase reduziert werden. Hinzu kommt, dass sich der Mainzer Stadtrat mit dem Beschluss vom 3. Juni 2020 mit großer Mehrheit für einen Ausbau des Straßenbahnnetzes ausgesprochen hat. Der Stadtrat hat dabei die Erweiterung des Straßenbahnnetzes in diesen Bereichen beschlossen:
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Verbindungsspange Aliceplatz bis Münsterplatz über die Binger Straße zur Entlastung des Hauptbahnhofs als ÖPNV-Knoten
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Anbindung des neuen „Heiligkreuzviertels“ mit Teilen der Oberstadt und von Weisenau
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Ausbau eines Innenstadtrings über die Haltestelle Höfchen mit zentraler Erschließung der Mainzer Alt- und Neustadt
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Erarbeitung einer Studie für die langfristige Weiterentwicklung des Straßenbahnnetzes in das rheinhessische Umland
Ökologisch betrachtet sind Straßenbahnen aktuell unschlagbar und Bussen, unabhängig von der Antriebsart, überlegen, seien es Elektrobusse, Wasserstoffbusse oder Oberleitungsbusse: Straßenbahnen sind emissionsfrei, CO2-neutral, stehen seltener im Stau und können erheblich mehr Fahrgäste befördern als Busse. Hinzu kommt, dass mehr Busse in der Folge auch mehr Platz im Straßenverkehr beanspruchen, da eine Busspur nun einmal breiter ist als eine Gleistrasse. Das gilt auch für O-Busse, die von einer Oberleitung abhängig sind. Ein O-Bus-Netz hätte im Betrieb weniger Synergien als eine Straßenbahn und müsste zudem zunächst neu gebaut werden. Hinzukommt, dass hierfür mehr Verkehrsfläche versiegelt werden müsste als dies bei den regenwasseraufnehmenden Grüngleisen der Straßenbahn der Fall ist.
Fürsprecherinnen und Fürsprecher für mehr Busse verweisen in der Regel darauf, dass diese im Vergleich zur Straßenbahn günstiger in der Anschaffung sind. Damit machen sie einen Punkt, der leicht entkräftet werden kann. Denn zum Ausgleich haben Straßenbahnen eine längere Lebensdauer und können modernisiert werden. Das gilt auch für die Infrastruktur, die geschaffen werden muss: Das Schienensystem ist langlebiger als die Straße. Verbunden mit der Tatsache, dass Straßenbahnen – bezogen auf die Fahrgastzahlen – zwei bis drei Busse ersetzen, sind sie rein betriebswirtschaftlich bereits die lohnendere Investition. Ihre erheblich bessere Ökobilanz macht sie zusätzlich attraktiv.
Wächst das Straßenbahnnetz in Mainz zudem weiter, können die Straßenbahnen in Zukunft Umleitungen fahren, wodurch das Straßenbahnnetz flexibel und effizient zugleich auf vorübergehende Baumaßnahmen oder Störungen reagieren kann. Das ist in Städten wie Erfurt, Freiburg und Mannheim längst üblich und wird nach dem Ausbau auch in der Mainzer Innenstadt gelebte Praxis sein.
Als weiterer Pluspunkt für schienengebundene Verkehrsmittel ist zu erwähnen, dass Bereiche, die nicht gemeinsam von Straßenbahn und PKW befahren werden, als Rasengleis ausgestaltet werden können. Der Vorteil: Es müssen weniger Flächen versiegelt werden.
Auf den neuen Strecken können grundsätzlich alle Straßenbahntypen fahren, die in unserem Mainzer Straßenbahnnetz unterwegs sind. Es wird also keine eigene Fahrzeugflotte nur für die neuen Strecken geben.
Gleichzeitig erneuern wir unsere Flotte: Zwischen 2028 und 2030 bekommen wir 22 neue Straßenbahnen des Typs ForCity Smart von Škoda. Sie ersetzen 22 ältere Straßenbahnen, die heute noch im Einsatz sind. Auch die neuen Fahrzeuge werden künftig im gesamten Mainzer Straßenbahnnetz und damit auf bestehenden wie auf neuen Strecken unterwegs sein.
Mit seinem Beschluss vom 3. Juni 2020 hat sich der Mainzer Stadtrat für eine Weiterentwicklung des Straßenbahnnetzes entschieden. Konkret soll das Netz in diesen Bereichen ausgebaut werden:
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Verbindungsspange Aliceplatz bis Münsterplatz über die Binger Straße zur Entlastung des Hauptbahnhofs als ÖPNV-Knoten
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Anbindung des neuen „Heiligkreuzviertels“ mit Teilen der Oberstadt und von Weisenau
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Ausbau eines Innenstadtrings über die Haltestelle Höfchen mit zentraler Erschließung der Mainzer Alt- und Neustadt
Ziel dieser Ausbauprojekte ist es, den ÖPNV in Mainz noch attraktiver zu machen, sodass die Mainzerinnen und Mainzer in Zukunft bereitwillig das Auto stehen lassen. Konkret soll dabei erstens der Bahnhofsvorplatz entlastet werden. Zweitens die Fahrtzeit in der Innenstadt verkürzt und das Umsteigen seltener werden. Und drittens bevölkerungsstarke Stadtteile optimal erschlossen werden, damit auf diesem Weg neue Fahrgäste für den ÖPNV gewonnen werden. Darüber hinaus hat der Stadtrat die Erarbeitung einer Studie für die langfristige Weiterentwicklung des Straßenbahnnetzes in das rheinhessische Umland in Auftrag gegeben.
Die Ausbauvorhaben basieren dabei selbstverständlich auf Untersuchungen zur aktuellen und zukünftig erwarteten Verkehrsbelastung in den Mainzer Stadtgebieten. Wir arbeiten hier sowohl mit unseren Fahrgastzahlen als auch den Zahlen der Landeshauptstadt Mainz zur Verkehrsbelastung. Wo genau die neuen Straßenbahnlinien entlangführen werden, steht zum aktuellen Zeitpunkt allerdings noch nicht fest. Darüber entscheidet zu einem späteren Zeitpunkt der Stadtrat und bezieht dabei die Erkenntnisse der Vorplanungen sowie der Bürgerbeteiligung mit ein.
Für die Beurteilung, welche Streckenverlauf-Varianten in den drei Teilprojekten möglich und am Ende auch umgesetzt werden, spielen folgende Kriterien eine wichtige Rolle:
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Was ist der Wunsch der Bürgerschaft, die sich in der umfassenden Bürgerbeteiligung herausgebildet und artikuliert hat?
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Ist der Entwurf technisch umsetzbar? Dabei spielen Straßenquerschnitt und Kurvenradien sowie die Lage bestehender Gebäude eine Rolle.
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Welche Auswirkungen hat der Entwurf auf den Verkehr? Welche Auswirkungen ergeben sich konkret für Fußgängerinnen und Fußgänger, Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrer sowie den ruhenden und fließenden KFZ-Verkehr?
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Welche Auswirkungen hätte der Entwurf auf das bestehende ÖPNV-Netz? Wie verändern sich die Fahrtzeiten und Umsteigenotwendigkeiten? Wie viele Fahrgäste können neu für den ÖPNV gewonnen werden?
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Welche Eingriffe in die städtebauliche Struktur sind notwendig? Das betrifft den Streckenbau zum Beispiel im Hinblick auf Plätze, Frei- und Grünflächen oder städtebauliche Achsen.
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Wie sind die Auswirkungen auf die Umwelt? In den Blick genommen werden hier zum Beispiel Auswirkungen auf den Baumbestand oder die Luftqualität.
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Wie steht es um die Kosten und Förderfähigkeit?
Aktuell beschränkt sich die konkrete Planung auf die genannten drei Ausbauprojekte, mit deren Realisierung uns die Landeshauptstadt Mainz beauftragt hat. Mit ihrer Vollendung wird das Straßenbahnnetz deutlich aufgewertet. Darüber hinaus hat die Landeshauptstadt Mainz eine Studie für die längerfristige Weiterentwicklung des Straßenbahnnetzes in das rheinhessische Umland in Auftrag gegeben. Die bereits beschlossenen Ausbauprojekte werden daher von uns so gebaut, dass aus technischer Sicht mögliche künftige Erweiterungen daran anschließen können.
Dafür denken wir schon heute über mögliche neue Äste im Straßenbahnnetz nach. So wird es möglich sein, in Zukunft ein Gleiskreuz am Münsterplatz zu errichten, um beispielsweise über die Große Bleiche in Richtung Theodor-Heuss-Brücke fahren zu können. Es ist jedoch schwierig bereits heute eine Vision für das Straßenbahnnetz von übermorgen zu formulieren, wenn noch nicht abzusehen ist, wie sich Mainz in den nächsten Jahrzehnten weiterentwickelt. Verkehrs- und Stadtentwicklung müssen dafür immer zusammenspielen und in naher Zukunft dann auch den Blick in die fernere Zukunft richten.
Nein, die Landeshauptstadt Mainz wird nicht zu einer einzigen großen Baustelle. Dafür sorgen wir, indem wir einen Schritt nach dem anderen gehen. Deshalb ermitteln wir in der Planungsphase auch im Rahmen von Bürgerbeteiligungen zunächst was gebaut werden soll. Alle städtischen Baustellen werden zudem von Seiten der Stadtverwaltung so geplant, dass sie geringstmögliche Einschränkungen für die Anwohnerinnen und Anwohner sowie Anliegerinnen und Anlieger mit sich bringen und sich nicht gegenseitig multiplizieren.
Wahr ist allerdings auch, dass diese Weiterentwicklung unserer Stadt Baustellen nötig machen wird, die zwangsläufig zu vorübergehenden Einschränkungen im gewohnten Verkehr führen. Diese kurz- und mittelfristigen Unannehmlichkeiten sind jedoch notwendig, um eine nachhaltige und zukunftsfähige Mobilität für uns alle zu ermöglichen. Deshalb bitten wir schon jetzt um Ihr Verständnis und Ihre Geduld. Wir werden – sobald es die Planung möglich macht – transparent und frühzeitig darüber informieren, wo und in welchem Zeitraum mit Bauarbeiten zu rechnen ist.
Kurzfristig wird es, besonders für den motorisierten Individualverkehr zu Beeinträchtigungen kommen. Denn temporäre Fahrbahn- oder Straßensperrungen mit entsprechenden Umleitungen sind während der Bauphase nicht zu vermeiden. Wir versuchen in dieser Zeit aber den Verkehr so flüssig wie möglich zu gestalten und die Bauarbeiten möglichst kurz zu halten. Uns ist es dabei besonders wichtig, Anwohnenden und Gewerbetreibenden den Zugang zu ihren Grundstücken zu ermöglichen. Zu welchen Einschränkungen die einzelnen Baustellen genau führen werden, werden wir frühzeitig kommunizieren. Dies gilt besonders für die Direktbetroffenen unserer Baumaßnahmen.
Langfristig gesehen ist der Ausbau der Straßenbahn zentraler Bestandteil unserer Verkehrswende hier vor Ort und die Mainzer Antwort auf den Klimawandel. Ziel der Landeshauptstadt Mainz ist es, den ÖPNV und das Fahrrad als Alternative zum Auto attraktiver zu gestalten. Um mehr Gerechtigkeit für alle Verkehrsteilnehmenden zu schaffen, erfolgt eine Neuaufteilung des Verkehrs. Das bedeutet, dass auf lange Sicht dem Fahrrad, Fußverkehr und dem ÖPNV mehr Platz eingeräumt wird. Dafür brauchen wir alle in Mainz einen langen Atem. Denn gemeinsam bringen wir heute die Mobilität der Zukunft auf den Weg, mit all den vorübergehenden Unannehmlichkeiten von Lärm bis Stau.
Aktuell befinden wir uns in den Ausbauprojekten 2 Innenstadt sowie in 3 Heiligkreuz-Viertel und Uniklinik noch in der Planungsphase. Deshalb können wir aktuell noch nicht in allen Bereichen verbindlich sagen, wo genau gebaut wird und welche Auswirkungen dies auf Grünflächen oder Parkplätze haben wird.
Grundsätzlich ist klar: Wir wollen soviel Grün wie möglich erhalten. Zudem trägt die Landeshauptstadt Mainz Verantwortung für ihre Grünflächen und Parkräume. Gemeinsam mit den zuständigen Fachämtern planen wir die Projekte deshalb so, dass sie sowohl klima- als auch verkehrsgerecht sind. Aspekte wie Ökologie, Brandschutz, Stadtgestaltung, Denkmalschutz, Emissionen und Archäologie werden dabei selbstverständlich berücksichtigt. Dennoch werden bei einem Projekt dieser Größenordnung Kompromisse nicht vollständig vermeidbar sein.
Das zeigt sich auch beim bereits realisierten Ausbauprojekt 1 Binger Straße: Dort werden sämtliche Eingriffe in bestehende Grünanlagen im direkten Ausbauumfeld von uns ausgeglichen und sogar an anderer Stelle zusätzliches Grün geschaffen.
Unser Ziel ist es, die notwendigen Bauarbeiten zur Verwirklichung des Straßenbahnausbaus in Mainz möglichst kurz zu halten. Denn wir wollen natürlich, die Belastung für Anwohnende so gering wie möglich halten. Aus diesem Grund erfüllen wir selbstverständlich sämtliche Vorschriften, die mit Blick auf die Lärmbelästigung, bei Bauarbeiten deutschland- und europaweit gelten.
Ganz vermeiden lassen sich Einschränkungen im Verkehr und besonders für Anwohnende aber natürlich nicht, die zwangsläufig für einige Zeit eine Baustelle vor der Tür haben werden. Wir können an der Stelle nur versprechen, unser Bestes zu geben, um die Belastung möglichst gering zu halten. Sollten Sie das Gefühl haben, dass die Lärmbelästigung das verträgliche Maß vor Ort überschreitet, können Sie sich natürlich jederzeit an unsere Anlaufstellen wenden, die wir im Rahmen unserer Baustellenkommunikation einrichten werden.
Unser Ziel ist es, die genannten Punkte zu vermeiden. Dafür haben wir im Rahmen der Vor- und Entwurfsplanung mehrere Gutachten, beispielsweise zu den Themen Schall und Erschütterung, eingeholt, bewertet und entsprechend mögliche Streckenverläufe der Straßenbahn entworfen. Sollten wir die Grenzwerte dennoch wider Erwarten nicht einhalten, werden wir auf schnellstem Wege bauliche Maßnahmen einleiten, um diesen Missstand zügig zu beheben. Denn klar ist: Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer haben einen Anspruch auf passive Schallschutzmaßnahmen. Sie bekommen daher im Schadensfall beispielweise Schallschutzfenster bezahlt, wenn im Schallgutachten Grenzwertüberschreitungen prognostiziert werden.
Im besten Fall führen unsere Ausbaumaßnahmen mit Blick auf den Gesamtverkehrslärm nach der Inbetriebnahme allerdings sogar zu weniger Lärmbelästigung. Dies wird zum Beispiel nach der Inbetriebnahme in der Binger Straße der Fall sein, da der Verkehr bei künftig drei Fahrstreifen im Vergleich zu den heutigen vier Fahrstreifen weiter von den Hausfassaden abrücken wird.
Außerdem werden wir vor Baubeginn eine Beweissicherung an den angrenzenden Gebäuden vornehmen, um nach Bauende sicherzugehen, dass keine unerwarteten Beschädigungen, zum Beispiel in der Bausubstanz, aufgetreten sind. Sollten Schaden an Gebäuden widererwarten auftreten, entschädigen wir als Mainzer Mobilität die Eigentümerinnen und Eigentümer aber natürlich. Hinzukommt, dass Eigentümerinnen und Eigentümer in der Breite keinen Wertverlust ihrer anliegenden Gebäude befürchten müssen. Ganz im Gegenteil gibt es Statistiken, die aufzeigen, dass eine Verbesserung der Verkehrsmöglichkeiten in der Regel zu einer Wertsteigerung von Immobilien führt.
Aktuell können wir keine belastbaren Angaben über die anfallenden Kosten machen, da sich die Projekte mitten in der Planung befinden und entsprechend noch nichts final festgelegt sind. Zum jetzigen Zeitpunkt loten wir in den jeweiligen Projekten die Möglichkeiten aus und hören die Stimmen von interessierten Bürgerinnen und Bürgern, betroffenen Anwohnerinnen und Anwohnern sowie relevanten Interessenvertretungen.
Letztlich wird die Kosten-Nutzen-Untersuchung entscheidend sein. In dieser Untersuchung wird festgestellt, ob der Nutzen einer neuen Straßenbahnverbindung höher ausfällt als die mit ihr verbundenen Kosten. Wir setzen auf diesen Messwert, weil dessen Berechnung bundesweit einheitlich geregelt ist. Klar für uns ist: Sobald wir eine erste grobe Kostenschätzung im Rahmen der Kosten-Nutzen-Untersuchung haben, werden wir die Öffentlichkeit darüber informieren.
Die Kosten für den Straßenbahnausbau trägt zudem nicht allein die Landeshauptstadt Mainz, dafür würden die kommunalen Mittel auch nicht ausreichen. Nur mit einer Förderung durch das Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) ist es möglich, Infrastrukturprojekte dieser Größenordnung umzusetzen. Im Rahmen dieser Gesetzeslage können derartige Infrastrukturprojekte durch Finanzmittel des Bundes mit bis zu 75 Prozent gefördert werden.
Wichtig ist erstens auch, dass die Finanzmittel, die für den Straßenbahnausbau benötigt werden, zweckgebunden sind und folglich nicht für andere Vorhaben verwendet werden können. Eine direkte Konkurrenz zu anderen wichtigen Investitionen, wie etwa dem Neubau oder der Sanierung von Schulen und Kindergärten, besteht daher nicht. Uns ist zweitens wichtig zu betonen, dass mit dem Straßenbahnausbau in der Regel auch sämtliche Ver- und Entsorgungsleitungen sowie Geh- und Radwege erneuert werden, die ebenfalls gefördert werden. Der Straßenbahnausbau bringt daher zahlreiche Neuerungen mit sich und führt zu einer besseren Infrastruktur.
Die Bürgerinnen und Bürger werden selbstverständlich an der Planung beteiligt. Uns ist wichtig, dass die Menschen in Mainz an den Veränderungen in ihrer Stadt mitwirken können, schließlich sind sie die Expertinnen und Experten vor Ort und wir auf ihre Expertise angewiesen. Und nicht nur uns ist das bewusst: Der Stadtrat hat in seinem Beschluss zum Ausbau des Straßenbahnnetzes am 3. Juni 2020 festgeschrieben, dass es eine „umfassende Bürgerbeteiligung“ geben soll, und zwar zu jedem einzelnen Ausbauprojekt. So wird sichergestellt, dass die tatsächlichen Bedürfnisse der Mainzerinnen und Mainzer in die Planung einfließen.
Aus eigenem Antrieb haben wir daher schon zu Beginn der Teilprojekte ein umfassendes Konzept für die Beteiligung der Bürger entwickelt. Auf Grundlage dessen hatten alle Bürgerinnen und Bürger bereits seit 2021 die Möglichkeit, ihre Hinweise und Vorschläge in die Planung einzubringen. Dabei haben wir dafür gesorgt, dass ihre Einwände, Fragen, Anregungen und Sorgen nicht nur auf den Veranstaltungen gehört werden, sondern weiter zum Planungstisch wandern und dort behandelt werden. Hierbei wird individuell geprüft, wie mit den Beiträgen der Bürgerinnen und Bürger umzugehen ist und inwiefern diese in der Planung berücksichtigt werden können.
Außerdem ist eine Öffentlichkeitsbeteiligung im Zuge der Planfeststellung gesetzlich vorgeschrieben. Dort werden sämtliche Planunterlagen samt Gutachten und Berichten veröffentlicht und private, öffentliche sowie naturschutzrechtliche Belange mit den Auswirkungen des Vorhabens abgewogen.
Klar muss aber auch sein, dass die finale Bauentscheidung auf demokratischem Wege im Stadtrat getroffen wird. Die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie, der Vorplanungen sowie der Bürgerbeteiligung werden dabei berücksichtigt. Schließlich ist es unser gemeinsames Ziel mit der Landeshauptstadt Mainz, dass wir nur das bauen, was von den Mainzerinnen und Mainzern mitgetragen wird.
Wir freuen uns über jeden Bürger und jede Bürgerin, die sich in ihrer Freizeit in die Planung zum Straßenbahnausbau einbringen möchte.
Die großen Beteiligungsverfahren für unsere drei Ausbauprojekte sind allerdings bereits abgeschlossen. Hinzukommt, dass das erste Ausbauprojekt Binger Straße bereits abgeschlossen wurde.
Dennoch möchten wir auch während der weiteren Planungsphasen von Teilprojekt 2 und 3 im Austausch mit den Mainzerinnen und Mainzern bleiben und werden fortlaufend auch vor Ort über Projektfortschritte informieren, um die Menschen vor Ort und in ganz Mainz über dem Straßenbahnausbau auf dem Laufenden zu halten.
Also haltet diese Website im Blick, folgt der Mainzer Mobilität in den sozialen Medien und behaltet die MobiSäulen an unseren Haltestellen im Blick.
Nein, einen Bürgerentscheid, wie bei der CityBahn in Wiesbaden, wird es bei unserem Mainzer Straßenbahnausbau nicht geben. Grund hierfür ist, dass sich die Rechtslage in Rheinland-Pfalz anders verhält als in Hessen. Demnach kann es aus rechtlicher Sicht bei einem Infrastrukturprojekt, das ein Planfeststellungsverfahren durchläuft, keinen Bürgerentscheid geben. Bürgerbeteiligung ist uns jedoch wichtig. Im Zuge des Planfeststellungsverfahrens werden private und öffentliche Belange daher mit den Auswirkungen des Vorhabens abgewogen. Auf diesem Weg können alle Bürgerinnen und Bürger mitreden und während des Prozesses ihre Bedenken und Wünsche äußern.
Falls Sie sich jetzt fragen sollten: Wie kann das sein, beim Bau des Bibelturms gab es doch auch einen Bürgerentscheid? Dies war der Fall, da damals kein Planfeststellungsverfahren durchgeführt wurde, wodurch ein Bürgerentscheid rechtlich zulässig war.
Die Sicherheit von Radfahrenden nimmt bei unserer Planung einen hohen Stellenwert ein. Deshalb arbeiten wir bereits in den frühen Planungsphasen eng mit der Landeshauptstadt Mainz und spezialisierten Fachplanungsbüros zusammen.
Unser Ziel ist es, im Zuge des Straßenbahnausbaus Straßenzüge so umzugestalten, dass auch Fußgängerinnen, Fußgänger und Radfahrende vom Umbau profitieren. Dabei achten wir besonders auf attraktive Radverkehrsangebote und sichere Querungsmöglichkeiten. Dass dies gelingen kann zeigt der Umbau der Binger Straße, die auch dank breiterer und sicherer Geh- und Radwege zu einer echten Mobilitätsachse für Mainz wurde.
Ja, in Einzelfällen kann es notwendig sein, private Grundstücksflächen für den Straßenbahnausbau in Anspruch zu nehmen. Unser Ziel ist es jedoch, solche Eingriffe möglichst zu vermeiden oder so gering wie möglich zu halten. Hausabrisse oder größere Eingriffe in private Grundstücke und Vorgärten sind nach aktuellem Planungsstand nicht vorgesehen.
Ob private Flächen benötigt werden, hängt von der konkreten Strecke und ihrer Gestaltung ab. Das lässt sich deshalb nicht für alle Ausbauprojekte pauschal beantworten.
Sollte in einem Einzelfall privates Eigentum betroffen sein, suchen wir frühzeitig den direkten Austausch mit den jeweiligen Eigentümerinnen und Eigentümern. Gemeinsam wird dann geklärt, welche Flächen betroffen sind und wie damit umgegangen werden kann.
FAQ zum Ausbauprojekt 1 – Binger Straße
Das Ausbauprojekt Binger Straße ist abgeschlossen. Seit dem 10. August 2026 fahren Straßenbahnen auf der neuen Strecke zwischen Hauptbahnhof West und Münsterplatz durch die Binger Straße.
Die Bauarbeiten hatten im Juni 2024 begonnen. In gut zwei Jahren haben wir nicht nur die neue Straßenbahnstrecke gebaut, sondern auch die Binger Straße neugestaltet. Unter anderem gibt es heute die erste sogenannte Zeitinsel-Haltestelle in Mainz, mehr Platz für den Rad- und Fußverkehr sowie zusätzliche Grünflächen. Außerdem wurden zahlreiche Leitungen unter der Straße erneuert.
Damit haben wir das erste Teilprojekt von „M wie Zukunft – Meine Straßenbahnstadt“ erfolgreich umgesetzt. Lediglich einzelne Restarbeiten im Umfeld der neuen Strecke stehen noch aus.
Ja. Die Straßenbahnstrecke ist seit dem 10. August 2026 in Betrieb und die Neugestaltung der Binger Straße ist weitgehend abgeschlossen. Es stehen aber noch einzelne Restarbeiten an.
Dazu gehören unter anderem letzte Pflasterarbeiten an den Gehwegen und die Pflanzung der neuen Bäume im Herbst. Auch an der Straßenbahninfrastruktur sind noch kleinere abschließende Arbeiten notwendig.
Außerhalb der eigentlichen Binger Straße werden außerdem noch Arbeiten im Bereich der Hinteren Bleiche und der Großen Bleiche abgeschlossen. Dort geht es unter anderem um Geh- und Radwege, Verkehrsflächen und Versorgungsleitungen.
Bereits in wenigen Wochen sind aber alle Bauarbeiten vollständig abgeschlossen.
Die Straßenbahnlinie 53 sowie die Buslinien 6, 64, 65 und 78 fahren durch die Binger Straße. Auf ihrem Weg vom Hauptbahnhof West zum Münsterplatzt nutzen sie den neuen Streckenabschnitt und halten an den neuen Haltepositionen in der Binger Straße.
Mit der neuen Haltestelle Münsterplatz D gibt es erstmals eine sogenannte Zeitinsel in Mainz. Sie ermöglicht Fahrgästen einen sicheren Weg über die Fahrbahn zur Straßenbahn.
Das funktioniert ganz einfach: Fahrgäste warten zunächst wie gewohnt an der Haltestelle. Sobald eine Straßenbahn in den Haltestellenbereich einfährt, schalten die Ampeln vor der Haltestelle für Autos und Radfahrende auf Rot. Beide halten an. Die Fahrgäste können dann sicher die Fahrbahn und den Radweg überqueren und bequem in die Straßenbahn ein- oder aussteigen.
Anschließend werden Fahrbahn und Radweg wieder für den Verkehr freigegeben. So kann derselbe Straßenraum zu unterschiedlichen Zeiten für den Auto- und Radverkehr sowie für den sicheren Ein- und Ausstieg unserer Fahrgäste genutzt werden.
Wir haben den Straßenraum in der Binger Straße neu aufgeteilt. Statt zuvor vier Fahrspuren für den Autoverkehr gibt es heute drei. Den dadurch gewonnenen Platz nutzen wir unter anderem für breitere und sicherere Rad- und Gehwege sowie zusätzliche Grünflächen.
Eine weitere Besonderheit ist die neue Zeitinsel in der Binger Straße an der Haltestelle Münsterplatz. Sie ermöglicht es, den vorhandenen Straßenraum zu unterschiedlichen Zeiten für den Auto- und Radverkehr sowie für den sicheren Ein- und Ausstieg der Fahrgäste zu nutzen.
Für den umfassenden Umbau der Binger Straße mussten neun bestehende Bäume gefällt werden. Der Grund: Für die neue Straßenbahnstrecke haben wir den gesamten Straßenraum grundlegend umgebaut. Dabei fanden nicht nur Arbeiten an der Oberfläche statt. Auch unter der Straße mussten zahlreiche Versorgungsleitungen verlegt oder erneuert werden. Die vorhandenen Bäume konnten deshalb leider nicht erhalten werden.
Im Herbst 2026 pflanzen wir aber acht neue Linden in der Binger Straße. Die Pflanzgruben dafür haben wir bereits während der Bauarbeiten vorbereitet. Dass die Bäume erst im Herbst gepflanzt werden, ist bewusst so geplant: Zu dieser Jahreszeit haben sie bessere Bedingungen, um gut anzuwachsen.
Zusätzlich pflanzen wir sechs weitere Bäume an anderen Stellen im Stadtgebiet. Den neun gefällten Bäumen stehen damit insgesamt 14 Neupflanzungen gegenüber. Wir sorgen damit für mehr Grün in Mainz.
Ja. Bereits in einer frühen Phase haben wir Anwohnende und weitere Interessengruppen in die Planung einbezogen. Zwischen Mitte 2021 und April 2022 fanden dazu insgesamt drei Workshops statt.
Dabei konnten Anwohnende, Eigentümer/-innen, Gewerbetreibende sowie Vertretungen aus Politik und Verwaltung ihre Wünsche und Anregungen zur Neugestaltung der Binger Straße einbringen. Diese Hinweise sind in die weitere Planung eingeflossen. Ein wichtiges Thema war dabei beispielsweise die Bedeutung der Binger Straße als wichtige Radachse für Mainz.
FAQ zum Ausbauprojekt 2 – Innenstadt
Das Ausbauprojekt Innenstadt ist inzwischen gut vorangeschritten: Die grundsätzliche Streckenführung steht fest und wir befinden uns in der Entwurfsplanung. Das bedeutet, dass wir die vom Stadtrat beschlossene Strecke nun genauer ausarbeiten und die konkrete Gestaltung planen.
Die neue Straßenbahnstrecke soll vom Schillerplatz über die Ludwigstraße sowie die Schuster- und Flachsmarktstraße führen. Von dort geht es über die Große Bleiche und die Rheinallee weiter bis zum Zollhafen. Zusätzlich ist über die Goethestraße eine Verbindung zur bestehenden Straßenbahnstrecke am Barbarossaring vorgesehen.
Dieser Streckenführung ist ein umfangreicher Beteiligungs- und Planungsprozess vorausgegangen. Gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern sowie verschiedenen Interessengruppen wurden unterschiedliche Varianten betrachtet und diskutiert. Dabei ging es unter anderem um Bäume, den Radverkehr, den Denkmalschutz und die Gestaltung des Stadtraums. Der gewählte Interessenbeirat hat auf dieser Grundlage eine Vorzugsvariante empfohlen, die anschließend vom Stadtrat bestätigt wurde.
Auf dieser Grundlage planen wir jetzt weiter und arbeiten die Strecke und ihre Gestaltung Schritt für Schritt genauer aus.
Die beschlossene Strecke führt vom Schillerplatz durch die Altstadt und die Neustadt bis zum Zollhafen. Zusätzlich ist eine Verbindung zur bestehenden Straßenbahnstrecke am Barbarossaring vorgesehen.
Vom Schillerplatz soll die Straßenbahn über die Ludwigstraße zum Höfchen und anschließend über die Schusterstraße und den Flachsmarkt fahren. Von dort führt die Strecke über die Große Bleiche zur Rheinallee und auf dieser weiter in Richtung Neustadt und Zollhafen.
In der nördlichen Neustadt soll die Strecke über die Goethestraße und die Nahestraße bis zum Zollhafen führen. Über die Goethestraße ist außerdem die Verbindung mit der bestehenden Straßenbahnstrecke am Barbarossaring vorgesehen.
Damit verbindet die neue Strecke die Altstadt und große Teile der Neustadt direkt mit dem Straßenbahnnetz.
Die Ludwigstraße ist Teil der vom Stadtrat beschlossenen Streckenführung, weil wir mit ihr die Mainzer Altstadt besonders zentral an das Straßenbahnnetz anbinden können. Über die Ludwigstraße erreicht die Straßenbahn künftig das Höfchen – nach dem Hauptbahnhof eine der wichtigsten Haltestellen in unserem Netz.
Uns ist gleichzeitig bewusst, dass die Ludwigstraße bei Fastnacht, Johannisnacht und anderen großen Veranstaltungen zeitweise für den Straßenbahnverkehr gesperrt werden muss. Diesen Punkt haben wir bei der Bewertung der Strecke berücksichtigt.
An diesen Tagen werden die betroffenen Straßenbahnlinien umgeleitet oder durch andere Angebote ersetzt. Solche Einschränkungen lassen sich bei einer Strecke mitten durch das Mainzer Stadtzentrum nicht vollständig vermeiden. Für uns überwiegt jedoch der Vorteil, die Altstadt an allen anderen Tagen im Jahr zentral mit der Straßenbahn zu erschließen.
Noch nicht im Detail. Die Streckenführung steht zwar fest, aktuell arbeiten wir aber noch an der konkreten Gestaltung der Strecke und des Straßenraums. Dabei planen wir auch, wie künftig der Auto- und Radverkehr geführt wird, wo Busse fahren und wie viele Parkplätze erhalten bleiben können.
Gerade in der Innenstadt ist der Platz begrenzt und wird von vielen Menschen unterschiedlich genutzt. Deshalb müssen wir die verschiedenen Anforderungen sorgfältig miteinander abwägen.
Sobald die Planungen für die einzelnen Straßenabschnitte konkreter werden, informieren wir frühzeitig darüber, was sich vor Ort verändern soll. Dazu möchten wir auch weiterhin mit den Menschen entlang der Strecke ins Gespräch kommen.
Noch nicht im Detail. Die Streckenführung steht zwar fest, aktuell arbeiten wir aber noch an der konkreten Gestaltung der Strecke und des Straßenraums.
Dabei ist unser Ziel klar: Wir wollen möglichst viele bestehende Bäume und Grünflächen erhalten. Wo Eingriffe unvermeidbar sind, schaffen wir entsprechenden Ausgleich. Gleichzeitig prüfen wir, wo im Zuge des Ausbaus neue Bäume und zusätzliche Grünflächen entstehen können.
Welche Veränderungen es konkret geben wird, lässt sich erst mit der weiteren Planung für die einzelnen Straßenabschnitte sagen. Sobald diese konkreter wird, informieren wir transparent darüber.
Im Flächennutzungsplan der Stadt Mainz aus dem Jahr 2000 ist bereits eine mögliche Straßenbahnstrecke durch die Neustadt eingezeichnet. Diese sogenannte FNP-Trasse war jedoch nie als endgültiger Streckenverlauf festgelegt. Sie war vielmehr ein Ausgangspunkt für die weitere Planung.
Im Rahmen der Vorplanung und der Bürgerbeteiligung haben wir deshalb nicht nur diese Strecke betrachtet, sondern insgesamt sieben verschiedene Varianten untersucht und miteinander verglichen. Dabei wurden unter anderem die Auswirkungen auf den Verkehr, Bäume und Grünflächen, den Denkmalschutz sowie die Erschließung von Alt- und Neustadt berücksichtigt.
Inzwischen ist die Entscheidung gefallen: Der Stadtrat hat am 9. April 2025 eine Vorzugsvariante beschlossen. Sie führt über Ludwigstraße, Flachsmarkt, Große Bleiche und Rheinallee sowie über Goethe- und Nahestraße bis zum Zollhafen. Diese Strecke wird nun weitergeplant.
Die ursprünglich im Flächennutzungsplan dargestellte Trasse wird damit nicht weiterverfolgt.
Unsere frühzeitige Bürgerbeteiligung ist abgeschlossen. Der Austausch mit den Mainzerinnen und Mainzern geht aber auch in den nächsten Planungsphasen weiter.
Bereits zwischen 2022 und 2025 haben wir Anwohnende, Bürgerinnen und Bürger sowie verschiedene Interessengruppen umfassend an der Planung beteiligt. Dazu gehörten unter anderem Online-Beteiligungen, Themenwerkstätten und der Interessenbeirat. Die dort eingebrachten Wünsche, Hinweise und auch kritischen Rückmeldungen sind in den Planungsprozess eingeflossen und führten zu einer Streckenempfehlung, der unser Mainzer Stadtrat gefolgt ist. Mehr über die bisherige Beteiligung und ihre Ergebnisse erfahrt ihr auf unserer Unterseite zur Bürgerbeteiligung im Ausbauprojekt Innenstadt.
Auch jetzt möchten wir weiter frühzeitig informieren und mit den Menschen vor Ort ins Gespräch kommen. Dazu planen wir unter anderem Aktionen und Informationsveranstaltungen entlang der künftigen Strecke und in den betroffenen Stadtteilen. Dort informieren wir über den aktuellen Planungsstand, beantworten Fragen und nehmen Hinweise, Anregungen und Kritik auf.
Über anstehende Termine und Möglichkeiten zum Austausch informieren wir rechtzeitig auf unserer Website.
Als Nächstes arbeiten wir die beschlossene Streckenführung im Rahmen der Entwurfsplanung weiter aus. Dabei geht es zunehmend ins Detail: Wie wird die Strecke genau gestaltet? Wie fügt sie sich in den bestehenden Straßenraum ein? Und welche Anforderungen müssen wir bei der weiteren Planung berücksichtigen?
Parallel dazu werden verschiedene Fachgutachten erstellt. Untersucht werden unter anderem die Auswirkungen auf den Verkehr und die Natur sowie die bestehenden Leitungen unter den Straßen. Die Ergebnisse helfen uns dabei, die Planung weiter zu konkretisieren.
Schritt für Schritt entsteht so aus der beschlossenen Streckenführung eine detaillierte Planung für die neue Straßenbahnstrecke durch die Innenstadt.
Ein konkreter Baubeginn steht derzeit noch nicht fest. Bevor gebaut werden kann, sind noch mehrere Planungs- und Genehmigungsschritte notwendig. Aktuell gehen wir davon aus, dass der sogenannte Planfeststellungsbeschluss, also die notwendige Genehmigung für den Bau, frühestens 2028 vorliegen könnte.
Anschließend müssen unter anderem die Finanzierung gesichert und die notwendigen politischen Beschlüsse gefasst werden. Erst danach kann der Bau beginnen. Optimistisch realistisch visieren wir den Baubeginn im Jahr 2029 an.
Nach heutigem Planungsstand könnte die neue Straßenbahnstrecke durch die Alt- und Neustadt frühestens zu Beginn der 2030er-Jahre in Betrieb gehen. Da wir uns noch in der Planung befinden und wichtige Entscheidungen ausstehen, ist dieser Zeitplan allerdings noch nicht verbindlich.
FAQ zum Ausbauprojekt 3 – Heiligkreuz-Viertel und Uniklinik
Für die geplante Straßenbahnverbindung vom Hauptbahnhof West über die Uniklinik und das Heiligkreuz-Viertel bis in Richtung Hechtsheim-Ost und Weisenau liegt inzwischen eine empfohlene Streckenführung vor. Die Vorplanung und unsere frühzeitige Bürgerbeteiligung sind abgeschlossen.
Von 2023 bis Frühjahr 2026 haben wir gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern sowie verschiedenen Interessengruppen untersucht, wo die neue Straßenbahnstrecke verlaufen könnte. Dabei wurden unterschiedliche Möglichkeiten betrachtet und nach verschiedenen Kriterien bewertet.
Auf dieser Grundlage hat der Interessenbeirat im Frühjahr 2026 eine Vorzugsvariante empfohlen. Sie sieht eine Verbindung vom Hauptbahnhof West über die Uniklinik und die Oberstadt bis zum Heiligkreuz-Viertel sowie weiter in Richtung Hechtsheim-Ost und Frankenhöhe vor.
Diese Empfehlung ist die Grundlage für die weitere politische Beratung und die nächsten Planungsschritte.
Der Interessenbeirat empfiehlt eine Streckenführung, die den Hauptbahnhof West mit der Uniklinik, der Oberstadt, dem Heiligkreuz-Viertel sowie Teilen von Weisenau und Hechtsheim verbindet. Die Strecke besteht dabei aus mehreren Abschnitten.
Vom Hauptbahnhof West soll die Straßenbahn über Am Linsenberg und die Langenbeckstraße zur Uniklinik fahren. Von dort führt die empfohlene Strecke über An der Philippsschanze und An der Goldgrube weiter in Richtung Hechtsheimer Straße.
Im weiteren Verlauf ist eine Verbindung über die Alte Mainzer Straße, den Weisenauer Weg, Am Alten Wasserwerk und die Bodenheimer Straße bis zur Frankenhöhe vorgesehen. Dort soll die Straßenbahn über Auf dem Hewwel und Am Kühborn bis Zur Laubenheimer Höhe fahren.
Ein weiterer Streckenabschnitt soll Weisenau anbinden. Die Empfehlung sieht hierfür eine Führung über Am Stiftswingert, die Göttelmannstraße und den Heiligkreuzweg vor.
Wichtig ist: Diese Streckenführung ist noch nicht beschlossen. Sie ist die Empfehlung des Interessenbeirats und bildet eine Grundlage für die weitere politische Beratung und Planung.
Mit der neuen Straßenbahnstrecke wollen wir möglichst viele Menschen in der Oberstadt, Weisenau und Hechtsheim-Ost besser an den öffentlichen Nahverkehr anbinden. Gleichzeitig sollen wichtige Ziele entlang der Strecke gut erreichbar sein. Dazu gehören beispielsweise die Uniklinik, größere Arbeitgeber und öffentliche Einrichtungen.
Welche Gebiete und Ziele angebunden werden können, war und ist deshalb ein wichtiges Kriterium bei der Bewertung möglicher Streckenführungen. Dabei betrachten wir aber nicht nur die Zahl der möglichen Fahrgäste. Auch die Umsetzbarkeit der Strecke, die Auswirkungen auf das Umfeld und die Verknüpfung mit dem bestehenden Bus- und Straßenbahnnetz spielen eine Rolle.
Diese Kriterien sind auch in die bisherige Planung und Bürgerbeteiligung eingeflossen. Auf dieser Grundlage hat der Interessenbeirat eine Vorzugsvariante empfohlen, die vom Hauptbahnhof West über die Uniklinik und die Oberstadt bis in Richtung Hechtsheim-Ost und Weisenau führt.
Eine Straßenbahnstrecke direkt durch das Heiligkreuz-Viertel ist leider nicht vorgesehen. Das Viertel wurde bei seiner Planung nicht für eine Straßenbahntrasse ausgelegt. Die heutige Straßenführung sowie die Lage von Gebäuden, Bäumen und unterirdischen Leitungen lassen deshalb nicht genügend Raum für eine leistungsfähige Straßenbahnstrecke.
Eine Strecke durch das Viertel wäre nur mit sehr großen baulichen Eingriffen möglich. Unter anderem müssten bereits neu verlegte Ver- und Entsorgungsleitungen aufwendig umgebaut werden. Der dafür notwendige Aufwand und die Kosten wären im Verhältnis zum Nutzen zu hoch.
Deshalb wird eine Streckenführung direkt durch das Heiligkreuz-Viertel nicht weiterverfolgt. Stattdessen soll das Viertel über Haltestellen entlang der geplanten Strecke gut an die Straßenbahn angebunden werden.
Dass Busse am Rand ihres Linienwegs weniger voll sind, ist im Nahverkehr normal. Viele Fahrgäste steigen auf dem Weg aus der Innenstadt nach und nach aus. In der Gegenrichtung füllen sich die Fahrzeuge entsprechend erst nach und nach. Die Auslastung an einer Endhaltestelle allein sagt deshalb wenig darüber aus, wie stark eine Verbindung insgesamt genutzt wird.
Bei der Planung betrachten wir deshalb die gesamte Strecke und nicht nur einzelne Haltestellen. Eine Straßenbahn bis zur Frankenhöhe beziehungsweise nach Weisenau würde die dortigen Wohngebiete direkt mit wichtigen Zielen in Mainz verbinden. Fahrgäste könnten ohne zusätzlichen Umstieg weiter in Richtung Innenstadt fahren.
Würde die Straßenbahn bereits vorher enden, müssten die anschließenden Gebiete weiterhin mit Bussen angebunden werden. Dafür wären zusätzliche Fahrzeuge und Fahrpersonal notwendig und Fahrgäste müssten teilweise zwischen Bus und Straßenbahn umsteigen.
Deshalb prüfen wir die Verbindungen bis zur Frankenhöhe und nach Weisenau weiter, auch wenn die heutigen Busse am Ende ihrer Linienwege nicht zu jeder Zeit stark ausgelastet sind.
Nach aktuellem Planungsstand soll die neue Straßenbahnstrecke nicht durch die Flächen der Kleingartenvereine führen. Frühere Streckenvarianten, die durch diese Bereiche führten, wurden im Laufe der Planung und Bürgerbeteiligung verworfen und werden nicht weiterverfolgt.
Bei der Bewertung der verschiedenen Strecken haben wir auch berücksichtigt, welche Auswirkungen sie auf die Kleingartenanlagen hätten. Eine Strecke durch diese Bereiche würde stark in bestehende Grünflächen eingreifen mit Nachteilen für Natur, Stadtklima und Naherholung. Gleichzeitig würden mit einer solchen Streckenführung weniger Fahrgäste erreicht als mit anderen untersuchten Varianten.
Auch aus diesen Gründen führt die vom Interessenbeirat empfohlene Streckenführung nicht durch die Kleingartenanlagen.
Noch nicht. Aktuell befindet sich das Projekt am Ende der Vorplanung. Der Interessenbeirat hat eine Streckenführung empfohlen, die politische Entscheidung darüber steht aber noch aus. Deshalb können wir heute noch nicht abschließend sagen, was sich für den Auto- und Radverkehr, die Buslinien oder die Parkplätze entlang der Strecke verändern wird.
Diese Fragen werden mit der weiteren Planung Schritt für Schritt konkreter. Dabei betrachten wir nicht nur die Straßenbahn, sondern auch die Bedürfnisse der anderen Verkehrsteilnehmenden und die Situation vor Ort.
Sobald konkrete Aussagen für einzelne Straßen und Bereiche möglich sind, informieren wir frühzeitig und transparent über die geplanten Veränderungen.
Noch nicht. Da sich das Projekt am Ende der Vorplanung befindet, können wir derzeit nicht abschließend sagen, ob und in welchem Umfang Bäume oder Grünflächen von der neuen Straßenbahnstrecke betroffen sein werden.
Unser Ziel ist es, möglichst viele bestehende Bäume und Grünflächen zu erhalten. Das berücksichtigen wir bei der weiteren Planung von Anfang an. Wo Eingriffe unvermeidbar sind, schaffen wir entsprechenden Ausgleich. Gleichzeitig prüfen wir, wo neue Bäume und zusätzliche Grünflächen entstehen können.
Sobald die Planung konkreter ist, informieren wir transparent darüber, welche Bäume und Grünflächen betroffen sind und welche Maßnahmen zum Erhalt, zum Ausgleich und für zusätzliches Grün vorgesehen sind.
Das steht noch nicht fest. Wie Bus- und Straßenbahnlinien nach dem Ausbau genau fahren werden, wird erst im weiteren Verlauf der Planung festgelegt.
Aus der Bürgerbeteiligung und der Arbeit des Interessenbeirats wissen wir aber, dass vielen Menschen die heutige Verbindung von Weisenau und der Frankenhöhe zum Bahnhof Römisches Theater wichtig ist. Diesen Wunsch nehmen wir in die weitere Planung des künftigen Bus- und Straßenbahnnetzes mit auf.
Ob die heutige Direktverbindung bestehen bleibt oder künftig eine andere Lösung angeboten wird, können wir zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen. Unser Ziel ist es, Weisenau und die Frankenhöhe auch mit dem neuen Liniennetz gut an wichtige Ziele und Umsteigepunkte anzubinden.
Unsere frühzeitige Bürgerbeteiligung ist abgeschlossen. Der Austausch mit den Mainzerinnen und Mainzern geht aber auch in den nächsten Planungsphasen weiter.
Seit 2023 haben wir Anwohnende, Bürgerinnen und Bürger sowie verschiedene Interessengruppen umfassend an der Planung beteiligt. Dazu gehörten unter anderem Online-Beteiligungen, ein Themenmarkt, Themenwerkstätten und der Interessenbeirat. Die dort eingebrachten Wünsche, Hinweise und auch kritischen Rückmeldungen sind in den Planungsprozess eingeflossen. Auf dieser Grundlage hat der Interessenbeirat eine Vorzugsvariante für die neue Straßenbahnstrecke empfohlen. Mehr über die bisherige Beteiligung und ihre Ergebnisse erfahrt ihr auf unserer Unterseite zur Bürgerbeteiligung im Ausbauprojekt Heiligkreuz-Viertel und Uniklinik.
Auch jetzt möchten wir weiter frühzeitig informieren und mit den Menschen vor Ort ins Gespräch kommen. Dazu planen wir unter anderem Aktionen und Informationsveranstaltungen entlang der möglichen Strecke und in den betroffenen Stadtteilen. Dort informieren wir über den aktuellen Planungsstand, beantworten Fragen und nehmen Hinweise, Anregungen und Kritik auf.
Über anstehende Termine und Möglichkeiten zum Austausch informieren wir rechtzeitig auf unserer Website.
Als Nächstes geht es darum, die Streckenführung festzulegen, die wir weiterplanen wollen. Eine wichtige Grundlage dafür ist die Vorzugsvariante, die der Interessenbeirat nach Abschluss der Bürgerbeteiligung empfohlen hat.
Auf dieser Basis stimmen wir die weitere Planung mit der Stadt Mainz ab und schließen die Vorplanung ab. Anschließend wird die Streckenführung den zuständigen politischen Gremien zur Entscheidung vorgelegt.
Erst nach dieser politischen Entscheidung steht fest, welche Strecke in der nächsten Planungsphase konkret weiter ausgearbeitet wird.
Ein konkreter Baubeginn steht derzeit noch nicht fest. Bevor gebaut werden kann, sind noch mehrere Planungs- und Genehmigungsschritte notwendig. Nach Abschluss der Vorplanung folgen zunächst die Entwurfsplanung und das Genehmigungsverfahren.
Liegt die notwendige Genehmigung für den Bau vor, müssen außerdem die Finanzierung gesichert und die erforderlichen politischen Beschlüsse gefasst werden. Erst danach können die Bauarbeiten beginnen.
Nach heutigem Stand könnte die Umsetzung des Projekts frühestens zu Beginn der 2030er-Jahre starten. Wann die neue Straßenbahnstrecke tatsächlich in Betrieb gehen kann, lässt sich derzeit noch nicht verlässlich sagen. Da wir uns noch in einer frühen Planungsphase befinden und wichtige Entscheidungen ausstehen, ist auch dieser Zeitrahmen noch nicht verbindlich.